Wales -ein paar Bilder

Auch wenn es mal nach Stuttgart, mal nach Orient ausschaut -dies ist Wales:

Wales-7
Die walisische Flagge
Wales-1
Cardiffs Burg
Wales-8
Wer kann’s verstehn?
Wales-6
verschlossen -oder Eintritt nicht gezahlt?
Wales-5
historische Passage
Wales-3
Frühstückssalon
Wales-4
Stuttgart-Garten
Wales-2
Shopping Queen
Wales-13
Hindutempel
Wales-9
Hochzeit…
Wales-10
…auf…
Wales-11
…Bangladeschi…
Wales-12
…Art!

 

Cardiff im Herbst

Eigentlich wollte ich die nächsten Monate nicht mehr aus meinen kurzen Hosen raus – und jetzt sind wir im walisischen Herbst gelandet. Hätten wir uns eigentlich denken können, aber egal. 18 Grad und eine steife Brise… Von unserem plüschigen B+B, dem Penrhys Hotel, machen wir uns auf und bummeln durch die Stadt, deren Reize sich uns wahrscheinlich erst auf den zweiten Blick erschließen werden. Aber wir sind auch müde, die letzten Tage stecken uns noch ziemlich in den Knochen. Irgendwann landen wir dann in einem wunderbaren Pub, ich hole Cider und ein local beer an der Theke, werde dort schon in nette Gespräche verwickelt, bestelle Fish and Chips und wir genießen die Atmosphäre. Jung und alt, Businessmen und Handwerker, alles da wie in einem großen Wohnzimmer. Jetzt fängt Cardiff an uns sehr zu gefallen!

P1060289

Entspannung

Nur langsam kommen wir von unserer Anspannung herunter.
Gestern flogen wir um 17:20 Uhr am Stuttgarter Flughafen ab.

Zuvor war immer noch viel zu erledigen.
Zunächst dem Finanzamt die noch ausstehenden Unterlagen zukommen lassen.
Dann auf zum VVS, mein Jahresabo kündigen. Denkt der naive VVS-Kunde, das geht direkt vor Ort an einem Schalter an dem auch VVS-Dokumente liegen. Doch weit gefehlt… SSB ist zwar VVS und ich darf auch mit deren Zügen und Bussen fahren. Aber: „Also leider können wir Sie in unserem System nicht finden. Ihr Jobticket müssen Sie bei der Deutschen Bahn kündigen.“
Hä? Wie war das? VVS und dann doch nicht gemeinsam? Also die Abokarte als solche, die kann ich mir auch bei der SSB ausstellen lassen, aber die Wertmarke, die erhalte ich von der Bahn? Dafür stand ich eine halbe Stunde an.
Ok, dann halt auf zum Hbf.
Wieder anstehen, aber dieses Mal nur 10 Minuten.
„Hallo, ich möchte mein Jahresabo zum schnellst möglichen Zeitpunkt kündigen.“
„Ja, das müssen Sie 30 Tage zum Monatsende schriftlich machen.“
„Ok, das mit den 30 Tagen, das ist ja mein Versäumnis, das geht in Ordnung. Dann würde ich das jetzt gerne kündigen.“
„Ha nein! Das geht nur postalisch. Hier haben Sie die Anschrift.“
„Wie bitte?“
Haben die einen Knall? Das kommt mir vor wie bei einer Drückerkolonne. Oder halt! Eher wie bei der Telekom: Abschließen ist jederzeit und in jeder noch so kleinen Spelunke möglich, aber kündigen, das ist möglichst aufwendig. Wo kämen wir denn sonst auch hin, wenn jeder einfach kündigen könnte?

Nach dem Schock erst einmal zum Einwohnermeldeamt und gemütlich auf der langen Bank sitzen. Wir ziehen eine Nummer -167-. Aufgerufen wird gerade die -137-.
Nach insgesamt einer Stunde sind wir wieder draußen. Aber die Mitarbeiter waren ausgesprochen freundlich und man bekommt unmittelbar was man will.

Und so ging es gerade weiter, wohin auch immer wir kamen und so hetzten wir am Ende über den Wilhelmsplatz zur S-Bahnhaltestelle Stadtmitte, um den Zug zum Flughafen zu nehmen.
Als wir dort am Schalter der Germanwings ankamen, wurden wir auch umgehend an der nächsten langen Schlange vorbei gelotst, denn man rief bereits die Passagiere nach Heathrow gesondert auf. Auch gut: Keine Minute verschwendet 😉
Und dann die nächste lange Schlange: Die Sicherheitskontrollen. Aber das schockte nicht mehr. Und dennoch habe ich den Eindruck gewonnen, dass mit der Temperaturerwärmung, Deutschland auch immer mehr zum Terrarium wird: Schlangen, wohin man sich auch wendet.

Dann endlich das Boarding und und der Start.
Kaum in der Luft, began auch schon wieder der Sinkflug direkt über dem Ärmelkanal. Unter uns die armen Teufel, die verzweifelt versuchen, ihn zu überwinden und hier in GB das Glück zu suchen.

Nach der Landung dann schnell der Transfer zur Mietwagenfirma, wo wir einen kleinen weißen Polo bereitgestellt bekamen. Das Gepäck konnten wir gerade so darin verstauen. Aber davon, mussten wir beim Check In feststellen, haben wir sowieso viel zu viel. Unsere Rucksäcke wiegen um die 20 Kilogramm. Das kann nicht so bleiben!

Falsch herum zu fahren und dann auch noch mit links zu schalten, nicht ganz einfach, hat aber funktioniert. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt kamen wir am ersten Ziel, in Hungerford an. Es reichte noch für Essen, Bier und Cider im Pub, doch dann war endgültig Schluss und das Bett musste her.

Endlich Entspannung!

P1010711

Stress pur!

03.08.2015
Und jetzt sind wir unterwegs. Die letzten Tage waren so stressig, dass wir kaum dazu kamen, Vorfreude, Wehmut oder Abschiedsschmerz zu empfinden. Die Vorbereitungen haben wir eindeutig unterschätzt. Zwei Wohnungen einzupacken und zwei Existenzen umzuorganisieren war dann doch fast ein bisschen zu viel. Keine Zeit für ein gemütliches letztes Bier in meinem Lieblingsbiergarten in Cannstatt, für ein letztes Telefonat mit Coco oder ein letztes Eis im Pinguin mit Blick über Stuttgart. Eric musste zum Schluss sogar auf seine Wasserpfeife verzichten – und das will was heißen.

Allerdings! Zwei Tage ohne Shisha und das, wo sie noch zum Greifen nahe war.
Aber da ist ja noch viel mehr passiert. Ich bin nämlich fix und fertig. Dauernd dachte man: So, nun ist es doch absehbar mit dem Einpacken und Putzen und Machen und Tun und dann ging es doch noch einmal viel länger. Eigentlich wurde alles immer in letzter Minute fertig. OK, nicht dass ich behaupten könnte, das wäre nicht sowieso mein Arbeitsstil. Aber so heftig hatte ich das eigentlich noch nie.
Gestern, nachdem die Wohnung dann endgültig übergeben war, da ging es eigentlich nur noch darum, unser Gepäck und ein paar wenige wichtige Dinge zu meiner Schwester Nadjia zu bringen. Also buchte ich mir dafür ein car2go und belud es von unten bis oben -war ja doch ein wenig viel für so ’nen Smart.
Als ich dann besonders schlau fahren wollte, wurde ich 300 Meter vor dem Ziel von einer Verkehrsberuhigungsschranke an der Weiterfahrt gehindert und musste wenden. Allein -die Sicht nach hinten war mir durch das Gepäck genommen und plötzlich machte es rums.
Ich war rückwärts gegen ein dort parkendes Auto gefahren.
Ich stieg aus, um die Folgen zu begutachten. Der Smart hatte nichts. Doch das andere Auto, eine betagte blaue Karre, schien deutlichere Spuren davongetragen zu haben. Noch während ich schaute, da schauen andere auch. Erst einer, dann ein zweiter und schließlich ein dritter aus dem Fenster der gegenüberliegenden Erdgeschosswohnung.
Ich ahnte Schlimmes.
Aus dem Haus kam erst einer, dann der zweite und schließlich auch der dritte, der in Shorts und ärmellosen T-Shirts gekleideten Herren. Sehr gesprächig waren sie zunächst nicht. Dafür unterzogen sie das blaue Auto mehreren kritischen Blicken von allen Seiten.
Ich eröffnete das Gespräch und beteuerte, dass mir das natürlich leid täte.
Meine ersten Wunderheilungsversuche, mit magischer Ericspucke die sichtbaren Spuren zu beseitigen, waren sehr erfolgreich verlaufen und so behauptete ich kühn, dass ja gar nichts passiert sei, ich zumindest könne nichts feststellen.
„Komme ma hier. Gucke! Da Delle. In Türe.“
Drei Russen sind die gelassenen Nachbarn.
Ich war beeindruckt von der diagonal verlaufenden Beule. -Aber nur solange ich nicht auf den Gedanken gekommen war, die Türe auf der anderen Seite auf das zufällige Vorhandensein einer gleich verlaufenden Verformung zu untersuchen.
Ha! Das war erfolgreich, denn offenbar handelte es sich um eine optische Raffinesse des Gefährts, auch Design genannt.
Mein Konter saß und das Trio verstummte erneut, sich wieder auf und ab bewegend, das Auto von vorne bis hinten untersuchend. Immer wieder wurde ich zur einen oder anderen Position bestellt und musste in die Knie gehen, um den selben Blickwinkel einzunehmen. „Schaue, da!“ „Wo? Da?“ Ich gehe die Längsseite des Autos entlang, den messerscharfen Blick des Genossen folgend und lande an besagtem Punkt. Ich deute darauf und meine: „Ähm -das ist das Ende der Fahrertüre. Da ist immer ein Knick.“
Aber nein, er meinte etwas weiter hinten.
OK. Da war tatsächlich etwas zu sehen.
Ich eröffnete das Handeln und fragte, was wir denn da tun sollten.
„Na -können rufen Polizei. Aber wissen, dass das viel Aufwand…“
„OK, dann rufen wir die Polizei.“
-Keine Resonanz.
„Ähm -wisst Ihr, wen man da anruft? Tatsächlich die 110?“, sage ich, um zu demonstrieren, dass mir das ja das erste mal passiert…
„Ich auch nicht wisse.“
Gut, 1:1.
„Also: Wie ist das denn. Wie können wir uns denn einigen? 50 Euro? Also ich bin ja ab morgen eh nicht mehr da. Ich gehe nämlich auf Reisen. Und mehr habe ich nicht dabei.“
„100 Euro“ war die Antwort.
„Na ja, also ehrlich -Ihr lasst das doch eh nicht reparieren. Würde ich auch nicht mehr machen bei dem Auto. 50.“
„Nein, 100 ist ok.“ „Dort so viel Platz! Warum Du gewendet hier?“
„Ja, ich konnte nichts nach hinten sehen. Ist ja wahr: Ich bin überladen.“
„Genau! Mit Polizei -viel kompliziert…“
Ein sehr eingängiges Argument. Ich mache einen letzten Anlauf:
„75.“
Sie diskutieren kurz, willigen ein und ich bezahle.
„Ah, Geld noch gefunden?“
„Ähm –ja.“
Wie hätte ich die beiden großen und die zwei kleine Rucksäcke, die Umzugskiste, den vollen Wäschekorb, die zwei großen Pappkartons, ein Zelt und das eine oder andere mehr auch der Polizei verkaufen können?
Ich fahre los und kaum bin ich auf der Hauptstädter Straße überlege ich:
Wer sagt mir eigentlich, dass unter den Dreien tatsächlich auch der Autobesitzer war?
Egal –die Jungs waren wenigstens ganz kooperativ ☺

Danke für ein wunderbares Fest!

Einladung

Es hat uns soooo viel Spaß gemacht, mit Euch zu feiern! Vielen vielen Dank für einen tollen Abend! Weitere Photos werden folgen!

Letzte Vorbereitungen: die Tischkarten werden produziert…

Foto-4

Die Buddha Lounge steht bereit…

IMG_0595

Die ersten Gäste kommen…

IMG_0598IMG_0605IMG_0602

Die Quizmaster:

IMG_0617

 

In einem Jahr holen wir uns unsere Essen ab!

IMG_0621