Am Pazifik

20160424-Costa-Rica-Nosara-05Und wieder haben wir es an den Pazifik geschafft. Vor fast genau sechs Monaten waren wir schon mal an der amerikanischen Pazifikküste angekommen. Wir hatten die USA noch nicht mal ganz durchquert, wären wir vom Atlantik an der Ostküste gestartet, hätte es deutlich länger als die 25 Tage damals gedauert. Hier in Costa Rica hätten wir es von der Karibik bis an den Pazifik an einem Tag schaffen können, wenn uns nicht die vielen Vulkane, Nasenbären und Kolibris daran gehindert hätten.

20160420-Costa-Rica-Monteverde-140Wir sind auf der Nicoya-Halbinsel im Westen Costa Ricas und wollten uns mal so richtig dem Nichtstun hingeben. In Samara fand sich ein schönes Hotel mit gutem Yoga und ein freundlicher Strand mit schöner Brandung. Unser Zimmer hatte ein Outdoor-Wohnzimmer mit Hängematte, zum hübschen Pool waren es nur ein paar Schritte und es hätte alles so nett sein können, wenn da nicht diese Straße gewesen wäre, die sowohl große Trucks als auch Motorradfahrer angelockt hat. Brumm, brumm machte es während wir einen großen Leguan beobachteten, der an unserem Balkon vorbei kroch, das abendliche Gläschen Rotwein wurde vom lauten Knattern eines angebohrten Auspuffs begleitet. Nö, da wollen wir wieder weg. Also auf zum nächsten Strand nach Nosara. Gerade mal 20 Kilometer entfernt, aber die haben es mal wieder in sich. Zuerst eine Schotterpiste, gut, die kennen wir ja schon. Dann aber auch wieder geteerte Straßenstücke und die sind hinterhältig. Sie gaukeln einem vor, dass man einen Zahn zulegen kann und aufeinmal tauchen riesige Schlaglöcher auf, tiefer als auf jeder Schotterpiste. Und dann stehen wir plötzlich vor einem Fluss. Einem ohne Brücke. Das haben wir im Re20160424-Costa-Rica-Nosara-01iseführer gelesen, dass viele kleinere Straßen durch Flüsse führen und deswegen ein Allradantrieb erforderlich sei. Alles kein Problem, wenn der Fluss nicht zu tief ist. Knietief funktioniert noch, mehr sollte es aber nicht sein. Also steige ich aus und mache den Test. Ich wate in den Fluss hinein, scheint nicht so schlimm zu sein, da kommt eine Amerikanerin in einem Jeep angefahren und grüßt freundlich. Wir sollten hinter ihr her fahren, der direkte Weg sei nicht so gut, man müsse einen leichten Bogen fahren. Und dann sagt sie mir noch, ich sei ja mutig. Aha? Wir folgen ihr und sind in kurzer Zeit am anderen Ufer. Warum fand sie mich denn jetzt mutig? Hat das vielleicht etwas damit zu tun, dass die kleinen Restaurants und Pensionen, an denen wir jetzt vorbei kommen, auffällig häufig den Begriff „Crocodile“ im Namen tragen?
Jedenfalls kommen wir unbeschadet in Nosara an und beziehen unser sehr stylisches Hotel mitten im Dschungel. Aus Containern sind tolle kleine Bungalows entstanden und die nächste Straße scheint meilenweit weg. Wir machen uns erst mal auf zum Strand, der ist ein paar hundert Meter entfernt und ganz P1080426in der Hand von Surfern. Ein wirklich schöner Strand, keinerlei Bebauung, tolle Wellen und eine sehr relaxte Stimmung. Morgen leihen wir uns zumindest mal zwei Bodyboards und stürzen uns in die Fluten. Aber für heute tut es ein schöner Spaziergang, denn uns treibt mal wieder der Hunger. Es ist Sonntag und da sind viele Restaurants geschlossen. Zum Glück finden wir einen Open Air-Mexikaner und was dann kommt, ist das beste mexikanische Essen, das wir jemals hatten. Die Fischtacos sind nicht nur wunderhübsch angerichtet, sondern geschmacklich auch noch so fein, so raffiniert. Da können El Chico und Co in der Heimat einpacken. Also, morgen findet ihr uns dann entweder in den Wellen des Pazifik oder kauend und grinsend bei El Chile am Playa Guiones in Nosara.

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4 Kommentare

  1. So jetzt aber:::::::::
    Ganz herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Julia. Ich schicke Dir auch nachträglich noch einen leckeren Schokoladengeburtstagskuchen mit Kerzen zum Ausblasen! (vielleicht nach dem mexikanischen Essen) Auf dass Deine Wünsche wahr werden. Einige sind ja schon in Erfüllung gegangen, möge es so weitergehen. …
    Ich hoffe sehr, dass es Dir gut geht und Du mit Eric eine richtig gute Zeit hast.
    Während Du Dich mit dem Bodyboard in die Wellen stürzt, und genüßlich mexikanisches Essen verspeist, arbeite ich schwer ( aber leicht und mit Freude….) ! Tja, jeder das, was sie gerade braucht…….
    Lass es Dir ganz gut gehen.

    ganz liebe Grüße
    Petra

  2. Liebe Frau Henke,
    ganz gespannt verfolgen einige aus dem engsten alten Kreis des DHBW-Präsidiums den spannenden GloboBlog. Ich möchte im Namen deren Ihnen herzliche Glückwünsche zum Geburtstag nach Costa Rica senden – falls Sie noch dort sind ;o) Wir wünschen Ihnen beiden weiterhin viele tolle Erlebnisse sowie die Muse immer fleißig von Ihren Eindrücken zu schreiben.
    Liebe Grüße aus dem (sau) kalten Stuttgart,
    Jürgen Leipert

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